{"id":67,"date":"2009-12-14T23:28:51","date_gmt":"2009-12-15T03:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/leahyinstitute.org\/?page_id=67"},"modified":"2009-12-14T23:31:19","modified_gmt":"2009-12-15T03:31:19","slug":"flus-des-lebens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/leahyinstitute.org\/?page_id=67","title":{"rendered":"Flu\u00df des Lebens (The Flow of Life)"},"content":{"rendered":"<p>Original text translated by Klaudia Heise in 2000.<\/p>\n<p>Flu\u00df des Lebens<\/p>\n<p>Mein Name ist Mike. Alle meine Freunde nennen mich Mike. In meinem Pa\u00df steht Mike. Meine Sekret\u00e4rin nennt mich Mike. Meine Gro\u00dfmutter nennt mich Mike. Ich bin kein Exot. Und so mag ich es. Schlicht und einfach. Au\u00dferdem, exotisch hier, ist woanders normal. Es gibt keine Exoten. Jeder ist Mike.<\/p>\n<p>Ich\u00a0 hasse meinen Beruf. Er ist wichtig, aber er ist auch langweilig. Sehr viel Routine, sehr monoton. Ich bin ein Inspektor f\u00fcr das st\u00e4dtische Abwassersystem. Ich sorge daf\u00fcr, da\u00df die ganze Schei\u00dfe reibungslos abflie\u00dft. Nicht sehr glamour\u00f6s. Aber irgend jemand mu\u00df es tun. Die meisten Menschen machen sich niemals Gedanken \u00fcber den Verbleib ihrer Absonderungen. Sie bet\u00e4tigen nur die Sp\u00fclung. Dann gehen sie hin und kaufen mehr Gourmethappen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Arbeit trage ich einen Anzug. Ich mu\u00df. Vorschrift. Du mu\u00dft w\u00fcrdevoll aussehen in einer f\u00fchrenden Position. Immer wenn ich jemandem erz\u00e4hle, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene, werde ich f\u00fcr eine Niete gehalten. Eine Niete im Anzug. Viele Nieten f\u00fchlen sich wohl im Anzug. Ich schwitze und f\u00fchle mich eingeengt. Ich brauche diesen Mist nicht.<\/p>\n<p>Frauen sind von meinem Beruf ebensowenig beeindruckt. Ich mache mir Sorgen, weil ich ein Single bin. Frauen def\u00e4kieren fast die gleiche Menge wie M\u00e4nner. Ungef\u00e4hr 85% wenn sie in den Statistiken nachlesen. Sie wollen alle sch\u00f6ne H\u00e4user. Wenn ich nicht w\u00e4re, w\u00fcrden ihre sch\u00f6nen H\u00e4user in F\u00e4kalien schwimmen. Ich sorge f\u00fcr eine sch\u00f6ne und saubere Umgebung.<\/p>\n<p>Ich bin kein gro\u00dfer Hit auf Parties.<\/p>\n<p>Ich habe einen Freund namens Hans. Hans ist voller Schei\u00dfe. \u00dcber Kunst spricht er mit gro\u00dfer Leidenschaft. Hans versteht einen Dreck von Kunst. Er spricht mit einem Akzent. Die Frauen verschlingen ihn. Hans ist ein gro\u00dfer Hit auf Parties.<\/p>\n<p>Da war ein M\u00e4dchen, das ich wirklich mochte. Sie mochte Hans. Sie sagte, er w\u00fcrde sich dem was er glaubte wirklich hingeben. Sie bemerkte nicht, da\u00df Hans voller Schei\u00dfe war. Sie war geblendet von seinem Haarschnitt und seiner Aufrichtigkeit. Er hat einen K\u00fcnstlerhaarschnitt. Er hat ein Spatzenhirn. Er ist wirklich aufrichtig. Er ist von seinem eigenen Haarschnitt beeindruckt.<\/p>\n<p>Ihr Name ist Helen. Nat\u00fcrlich ist sie sch\u00f6n. Ich mache nicht mit jeder rum. Hans schon. St\u00e4ndig. Ich ertrage die Niederlage mit Fassung. Ich hasse Hans zutiefst. Er ist mein Freund.<\/p>\n<p>Helen lacht \u00fcber meine Witze. Ich habe einen verdrehten Sinn f\u00fcr Humor. Hans sagt, ich rede viel Mist. Ich mache mich \u00fcber Hans lustig. Er denkt, er steht \u00fcber mir, weil er ein K\u00fcnstler ist und ich nur eine Person von begrenztem kreativen Genius.<\/p>\n<p>Sein Darminhalt ist selten von normaler Konsistenz. Er beschwert sich dar\u00fcber bei mir. Er erz\u00e4hlt mir auch von seinen Aff\u00e4ren mit Frauen. Ich habe einige saftige Einzelheiten \u00fcber Helen geh\u00f6rt. Erfahrungen aus erster Hand h\u00e4tte ich bevorzugt.<\/p>\n<p>Ich traf Helen zuerst. Es war eine wirklich steife Party. Jeder f\u00fcr sich eine Fassade. Helen lachte. Ihre Augen strahlten. Ich schaute sie an, sie schaute mich an. Ich schaute sie wieder an, sie schaute jemand anderen an. Ich war nicht abgeschreckt. Ich ging auf sie zu. Sie drehte sich um und sah mir gerade in die Augen. \u201eHi\u201c, sagte ich. Ich legte los. \u201eIhre Augen , ihre Lippen etc.\u201c sagte ich. Ihre Oberlippe\u00a0 sich zu einem gerissenen L\u00e4cheln. Herrliche Z\u00e4hne. \u201eMachen sie mir Komplimente?\u201c \u201eIch bete sie an.\u201c \u201cDas geht ein bi\u00dfchen zu weit.\u201c Sparring ! Abwehr pr\u00fcfen. Kleine Sticheleien. \u201cZeigen sie mir ein M\u00e4dchen hier, da\u00df halb so attraktiv ist wie sie.\u201c \u201cWas ist mit der Blonden im roten Kleid?\u201c \u201cSie haben Recht, sie ist unglaublich.\u201c Sie lachte. \u00dcberrascht. \u201cEs h\u00e4tte sich an ihrer Stelle geh\u00f6rt zu sagen \u201cSie ist nicht halb so h\u00fcbsch wie sie.\u201c \u201cIch bin ein ehrlicher Mann.\u201c \u201cAha, was ist mit der da dr\u00fcben in Schwarz?\u201c Ich fokussierte auf \u00fcberw\u00e4ltigende Verlockung am Eingang. \u201eMein Gott, ich hatte sie noch nicht bemerkt.\u201c Wiederholung des Gel\u00e4chters bei der G\u00f6ttin. Ann\u00e4herung des parasit\u00e4ren Wiesels. \u201eHelen darf ich vorstellen, das ist Hans.\u201c \u201eHallo, etc.\u201c \u201eEtc.\u201c\u00a0 \u201eIch bin Kunst\u201c \u201cOh, ich verehre die Kunst.\u201c Mehr oder weniger. Keine Witzeleien mehr. Nur ernsthaftes Stirnrunzeln und seri\u00f6se \u00c4u\u00dferungen. Hans hechtete kopf\u00fcber in die Tiefen ihrer Seele um sie zu entz\u00fccken. Usw.<\/p>\n<p>35 Sekunden Konversation mit der Blonden im roten Kleid. Der Penis stand schnell, w\u00e4hrend sich das Kleinhirn verabschiedete.<\/p>\n<p>Ich erfuhr die Freuden des alkoholischen Komas in der\u00a0 K\u00fcche. Der Versuch, Eisw\u00fcrfel aus der Form zu l\u00f6sen erzeugte folgendes Gespr\u00e4ch: \u201eHast du vielleicht einen Gasbrenner in deiner Hosentasche?\u201c \u201eNein, aber wir k\u00f6nnen den Herd einschalten.\u201c \u201eJa, f\u00fcr 25 Minuten bei 200 Grad backen\u201c \u201eOh, jetzt klappt\u00b4s\u201c \u201e\u00dcbrigens, mein Name ist Jennifer\u201c \u201cMein Name ist Mike. Zu deinen Diensten. Ein W\u00fcrfel oder zwei?\u201c \u201cZwei bitte. Also, was machst du so, Mike?\u201c \u201e Ich bin ein typischer Yuppie. Ich verarbeite Exkremente.\u201c \u201cUnd in welcher Art der Rechtsprechung praktizierst du?\u201c \u201eGute Erwiederung. Eigentlich manage ich das Abwassersystem.\u201c \u201cOh, wie wunderbar!\u201c<\/p>\n<p>Diese un\u00fcbliche Antwort verdiente ein Dinner f\u00fcr zwei am n\u00e4chsten Abend. Typisch schickes Restaurant der 80er. Viel Atmosph\u00e4re, kleine Portionen. Kunstvolle Speisekarte. Schei\u00dfe auf dem Teller. Genug einen kleinen Hund zu s\u00e4ttigen. Zu Akita Preisen. Nach einer Pr\u00fcfung unserer Person wurden wir vom steifen T\u00fcrsteher f\u00fcr w\u00fcrdig befunden sein feines Etablissement zu betreten. Ich pers\u00f6nlich bin immer platt, wenn ich als menschliches Wesen erkannt werde. Keine Jeans. Nicht barfu\u00df. Keine Hunde: Die mahlenden Z\u00e4hne um uns herum geh\u00f6rten zu Ex-Hippies, die ihre Jeans gegen Nadelstreifen Anz\u00fcge eingetauscht hatten. Oder zu Kindern, die von der Vorschule direkt an die Wallstreet gegangen waren, und Hippies f\u00fcr dumme Freaks hielten.<\/p>\n<p>Jennifer ist die Gr\u00f6\u00dfte, obwohl ihr Name 3 Silben hat. Sie ist mein Kumpel. Es gibt keine Verpflichtung mit jedem zu schlafen. Dem werden sogar die meisten Baptisten zustimmen. Wenn sie sch\u00f6n gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte ich mich m\u00f6glicherweise in sie verliebt. Zu schade. Ich liebe Helen. Das sagte ich zu Jennifer. Vielleicht ist sie ein wenig eifers\u00fcchtig, aber sie zeigt es nicht. Jennifer praktiziert als Anwalt f\u00fcr Verbraucherschutz. Eines Tages rief sie mich in meinem B\u00fcro an. Das Sonnenlicht flutete durch die Fenstervorh\u00e4nge und blendete meine Augen, als es vom Uhrglas reflektiert wurde. Diese Beschreibung ist \u00fcberfl\u00fcssig. Ich ma\u00dfe mir\u00a0 k\u00fcnstlerische Darbietungen an. Jennifer hatte einen Tip f\u00fcr mich. Thump Immobilien beabsichtigte einen gerissenen Schachzug. 2000 teure Wohneinheiten. 3500 Yuppies auf\u00a0 frischer Halde. Yuppies produzieren t\u00e4glich durchschnittlich 1 Pfund netto Exkremente pro Kopf. Das macht zusammen 3500 Pfund pro Tag. Fast 800 Tonnen pro Jahr. Thump konnte keine ad\u00e4quate Entsorgung vorzeigen f\u00fcr die 800 Tonnen pro Jahr. Thump war im Besitz s\u00e4mtlicher ordnungsgem\u00e4\u00dfer Formulare. Alle Formulare trugen Unterschriften. Eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Unterschrift lie\u00df meinen Magen zusammenkrampfen. Nerv\u00f6s griff ich nach einer Zigarette. Ich erinnerte mich: Ich rauchte nicht. Ich setzte mich. Alles bis dahin Reine war jetzt besudelt. Helens Unterschrift garantierte Thumps Glaubw\u00fcrdigkeit vor Stadt, Staat und bundesstaatlichen Vorschriften.<\/p>\n<p>Ich w\u00e4hlte Thump an, und fragte nach Helen. Sie meldete sich lachend. Ich h\u00f6rte Hans\u00a0 dummen ausl\u00e4ndischen Akzent im Hintergrund. \u201eWei\u00dft du wie 800 Tonnen Schei\u00dfe riechen?\u201c \u201eOh, Mike bist du das? Wie geht es dir? Hans ist hier. Wir gehen zu Ramon`s Caf\u00e9 zum Mittagessen. Kommst du mit?\u201c \u201eIch beseitige Schei\u00dfe, ich esse sie nicht.\u201c \u201eAch komm! Man sagt es ist ein gutes Restaurant.\u201c \u201eBedeuten 800 Tonnen F\u00e4kalien pro Jahr irgend etwas f\u00fcr dich?\u201c \u201eJa, es bedeutet, du bist absto\u00dfend.\u201c \u201eSehr absto\u00dfend, aber zumindest k\u00fcmmere ich mich um die Sache.\u201c \u201eWelche Sache?\u201c \u201eDas Problem der 3500 Yuppie Mastdarmen in Thump Towers.\u201c \u201eMike verdammt nochmal, wovon sprichst du?\u201c \u201eIch wu\u00dfte nicht, da\u00df du f\u00fcr Thump arbeitest.\u201c \u201eJa, jetzt wei\u00dft du es. Also, was soll das Ganze? Ich fange an mich zu \u00e4rgern.\u201c \u201eDeine Unterschrift ist auf einem Formular in meinem B\u00fcro. Formular B 19801.\u201c Lange Pause. Mein Magen verkrampfte sich noch mehr. Ich war grausam zu der einen, die ich liebte. Ich hatte keine Wahl. Das Leben ist ein geschlossenes System. Das System mu\u00df gemanagt werden. Die Verarbeitung von F\u00e4kalien ist ein integraler Teil jedes sozio-\u00f6konomischen Systems und es ist meine geheiligte Aufgabe zuzusehen, da\u00df das ordentlich geschieht. W\u00e4hrend unschuldige M\u00e4nner, Frauen und Kinder nachts friedlich in ihren Betten schlafen, bewacht Mike ihre Kloaken.<\/p>\n<p>\u201eAlso, was ist mit diesem Formular B wie auch immer?\u201c Leichter Anflug von Sorge in ihrer musikalischen Stimme. \u201eBest\u00e4tigung der ordnungsgem\u00e4\u00dfen Abwasserbeseitigung.\u201c Der Ton meiner Stimme war eben, flach und emotionslos. Mein Herz h\u00fcpfte vom Zwerchfell bis in die Speiser\u00f6hre. Ernste \u00dcbertretung. Hohe Strafgelder, m\u00f6gliche Verurteilung. \u201eSo? Ja und, was soll damit sein?\u201c \u201eWir vom Ministerium f\u00fcr Bei\u00dfende Aromata\u00a0 haben Grund zu glauben, das dieses Formular nicht in Ordnung ist.\u201c \u201eMike, du machst wohl Witze.\u201c \u201eDas ist kein Witz.\u201c \u201eJa also, ich bin sicher, alles ist in Ordnung. Es ist nur ein Formular, das jeder zu unterschreiben hat. Ein paar Wohneinheiten mehr werden keinen Unterschied machen.\u201c \u201eDas St\u00e4dtische Abwassersystem arbeitet schon jetzt \u00fcber seine Kapazit\u00e4ten hinaus. Die Rattenpopulation ist am ansteigen. M\u00f6chtest du sehen, wie der schwarze Tod die Rate der leerstehenden H\u00e4user um mehr als 2% erh\u00f6ht? \u00dcberlege welche Auswirkungen das auf Thumps Profite h\u00e4tte!\u201c \u201eOh Mike, um Himmels Willen! Was Hans? Mike wirft mir vor die Pest zu verursachen.\u201c Kurze Pause, als Helen ihre Zeit damit verschwendet dem Gebrabbel von Hans zuzuh\u00f6ren. \u201eHans sagt, du sollst dich entspannen und zum Museum hin\u00fcberschlendern und dir die Monet Ausstellung ansehen.\u201c \u201eHans lebt in einer Monet Ausstellung. Au\u00dferdem,da war m\u00f6glicherweise G\u00fclle unter den Lilienbl\u00e4ttern.\u201c \u201eMike, glaubst du nicht, du nimmst dich ein wenig zu wichtig?\u201c \u201eDas war genau die verantwortungsbewu\u00dfte, gesellschaftsorientierte Antwort, auf die ich gehofft hatte. Ich glaube nicht, da\u00df du der Schwere deines Vergehens und der darauf erhobenen Strafen bewu\u00dft bist. Nichtsdestotrotz habe ich als ein Freund angerufen um dich zu warnen, da\u00df einer unserer Inspektoren diesen Fall untersuchen wird. Du hast 2 oder 3 Wochen um die Dinge geradezubiegen.\u201c \u201eDanke f\u00fcr die Warnung.\u201c Sie zischte gereizt durch das, was m\u00f6glicherweise zusammengebissene Z\u00e4hne waren.<\/p>\n<p>Ich legte auf. Helen ging los, um mit dem Herrn K\u00fcnstler ihre Eingeweide aufzuf\u00fcllen. M\u00f6glicherweise verdienen sie einander. Mittelm\u00e4\u00dfige Nahrung in einem anspruchsvollen Restaurant, \u00fcber Kunst sprechen und sich einen Dreck darum scheren, was mit ihren Darminhalten passiert. Helens spielerisches L\u00e4cheln peinigte mich immer noch. Ich begutachtete mein Butterbrot. Mein Magen kniff, mein Mund war so trocken wie Asche.Ich \u00f6ffnete eine Akte. Ich starrte aus dem Fenster. Die Abwasserkan\u00e4le waren alleine unter sich an diesem Nachmittag.<\/p>\n<p>Am Abend kam Hans vorbei. Warum ich die arme Helen bel\u00e4stigen w\u00fcrde etc.<\/p>\n<p>Nur ein Formular. Bedeutungsloser Rotstrich, Glorreiches Individuum versus Papier stapelnden unn\u00fctzen B\u00fcrokraten. Nebenbei, k\u00f6nnte ich ihm m\u00f6glicherweise 50 Dollar leihen? Ein paar Drinks mit Helen und Schreibpapier.<\/p>\n<p>Hans schreibt diese Dissertation. Kunstgeschichte. Universit\u00e4t der untersten Liga. Ein Dissertationsthema mu\u00df original sein, um akademischen Wert zu haben. Nach Generationen von Doktoranden sind die begeisternden Themen l\u00e4ngst aufgebraucht. Folglich beginnt die Untersuchung des Obskuren. Standards der akademischen Qualit\u00e4t m\u00fcssen zufriedenstellend sein. Hans hat 130 Seiten \u00fcber die Komposition eines soliden himmelblauen \u00d6lgem\u00e4ldes geschrieben.<\/p>\n<p>Hans` Doktorvater ist sehr enthusiastisch, er ist sehr produktiv. Jeder junge K\u00fcnstler ist aufgefordert seine eigene Doktorarbeit zu lesen. 5 mal im Jahr \u00e4ndert er ein Komma und republiziert. Eines Tages vielleicht erh\u00e4lt er einen Lehrstuhl und er mu\u00df sich nicht mehr produzieren.<\/p>\n<p>Der Doktorvater ist Italiener. Hans liebt Italien. Er sagt, es hat mehr Seele und mehr Kultur. Deutschland ist sauber wie geleckt. Deutsche sind total \u201efrustratti\u201c Italien hat mehr M\u00fcll auf den Stra\u00dfen. Es ist seelenvoller den M\u00fcll auf die Stra\u00dfe zu schmei\u00dfen, als ihn sauber zu entsorgen.<\/p>\n<p>Hans nahm die 50 Dollar und bot mir an, mir einen Drink zu kaufen. Er wollte Helen in 15 Minuten treffen. Wir gingen zu Leahys Taverne. Ein netter Ort. Wir bestellten 2 braune Ale. Selbst vom Besitzer gegen\u00fcber gebrannt. Wir standen beim Kaminfeuer und schl\u00fcrften unser Bier.<\/p>\n<p>Hinter uns \u00f6ffnete sich die T\u00fcr. Der kalte feuchte Wind blies auf meinen Nacken. Der Mann neben uns sah auf und starrte. Ich wu\u00dfte, Helen war hereingekommen. Dann traf ihr Parf\u00fcm auf meine Nasenschleimh\u00e4ute. Mein Herz h\u00e4mmerte gegen meine Rippen. Ich drehte mich um, meine Augen von ihrem Erstrahlen sch\u00fctzend.<\/p>\n<p>\u201eJa wenn das nicht der Beamte aus dem \u00f6ffentlichen Dienst ist!\u201c<\/p>\n<p>\u201eZu ihren Diensten Mme.\u201c<\/p>\n<p>Halber B\u00fcckling. Sp\u00f6ttische Galanterie. Ein Hohnl\u00e4cheln versch\u00f6nte ihr liebliches Gesicht. Als ob ich eines dieser Objekte sei, die sie so unbarmherzig absp\u00fclte. Nicht unbedingt eine freudige Wiedervereinigung von alten Freunden. Ich f\u00fchlte mich l\u00e4cherlich, weil ich gekommen war. Ich h\u00e4tte der Versuchung sie wiederzusehen wiederstehen m\u00fcssen. Ich leerte mein Bier und ging.<\/p>\n<p>Um eine Kurzgeschichte noch k\u00fcrzer zu machen, Werde ich genau hier aufh\u00f6ren. Ich sah Helen nie mehr wieder. Nur in einem Traum. Hans doch. Er sah sie noch f\u00fcr weitere 2 Wochen.<\/p>\n<p>Ich bin in einer lausigen Stimmung. Ich mag nicht mehr schreiben. Ich bin sicher, das verstehen sie. Zur H\u00f6lle mit ihnen, wenn sie es nicht tun. \u00dcbrigens Thump entsprach den bundesstaatlichen, staatlichen und st\u00e4dtischen Vorschriften. Man mu\u00df ein Auge auf Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner haben. Jeder m\u00f6chte viel Geld verdienen. Niemand m\u00f6chte Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Mein Name ist Mike.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Original text translated by Klaudia Heise in 2000. Flu\u00df des Lebens Mein Name ist Mike. Alle meine Freunde nennen mich Mike. In meinem Pa\u00df steht Mike. Meine Sekret\u00e4rin nennt mich Mike. Meine Gro\u00dfmutter nennt mich Mike. Ich bin kein Exot. Und so mag ich es. Schlicht und einfach. Au\u00dferdem, exotisch hier, ist woanders normal. 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